Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

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Goldenarrow
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Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Goldenarrow » 17. Okt 2019, 08:33

Hallo allerseits,
schön dass es nun ein neues Forum gibt!
Ich schieße derzeit 3D WA und IFAA, 30" 500er Entrada Ultralight mit 85gn Spitzen und 4" Shield mit ca.215-220fps
und möchte auf schnellere Pfeile wechseln. Die Pfeile dürften auch etwas kürzer sein. 28,5" ist lang genug. Ausprobiert hab ich schon die 700er Ultralight mit 28,5" mit 60gn Spitzen, das passte gut. Mein 70" Bogen hat 38" WA WiaWis Nano TFT-G Wurfarme aufgedreht auf 40 " Auf den Finger habe ich 43,5 Pfund.
Die Konkurrenz schießt oft mit Victory VAP meist so um 600 Spine. Jetzt ist mir neuerdings ein Schütze mit Uhyre 800 und ganz leichten Spitzen aufgefallen, das möchte ich nun auch ausprobieren. Aber welchen Spine soll ich wählen?
Gehen sich 800er Uhyre mit 28,5" und 50er Spitzen noch aus? Oder eher doch konservativer mit härteren Spine? Bitte um Hilfe, bei den Uhyre soll man laut Hersteller ja härter wählen.
LG Goldenarrow

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Burki
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Burki » 17. Okt 2019, 13:12

Das sind ja sehr spezielle Fragen und auf Dein Equipment kann ich unmöglich eingehen.
Vielleicht hilft Dir meine Erfahrung.
Auf 18m mit 38 Lbs:
Bisher ACE mit 4" Natur Shield 620er Spine bei 29" Länge, 100grain Spitze. Gewicht 19 Gramm.

aus Neugier vor vier Wochen gewechselt gegen
Aurel Uhyre mit 3" Natur Shield 600er Spine bei 29" Länge, 100grain Spitze. Gewicht 16 Gramm.

Die Uhyre sind deutlich schneller, auf 18m stecken die gut 4 cm höher in der Scheibe.
Ob es an den drei Gramm Gewichtsunterschied, oder den unterschiedlichen Federn oder beidem liegt weiß ich nicht.
Eine seitliche Ablage gibt es nicht, ich brauche das Visier nur in der Höhe zu verstellen.
Die Uhyre kriege ich wie die ACE sehr eng Pfeil an Pfeil gruppiert.
Gestern habe ich wieder zu den ACE gewechselt weil, wie soll ich es sagen, die Uhyre mir zu "nervös" sind.
An Tagen, an denen ich nicht so gut zurecht bin, gelingen mir mit den ACE bessere Gruppen/mehr Treffer.
Ein verdorbener Spaß ist noch genießbar...

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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Goldenarrow » 17. Okt 2019, 14:56

Danke für deine Daten, Burki.
Der Grund warum deine Uhyre schneller sind liegt sicher am niedrigeren Gewicht und nicht an den kürzeren Federn.
Dazu habe ich einige Tests mit Ultralights 700 auf 40m gemacht einmal mit 3 und einmal mit 5 Zoll Federn das machte nur sehr wenig Unterschied.

Meine letzten Satz vom Eingangsposting muß ich korrigieren. Lau Hersteller soll man den Spine HÖHER wählen, muss es richtig heißen. Aufgrund seiner Vergleiche mit ACE würde ich mal schätzen, das ein Uhyre mit ca. 650 bis 750 und leichter Spitze passen könnte. Wenn das jemand genauer beziffern könnte wäre ich dankbar.
LG Goldenarrow

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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Burki » 17. Okt 2019, 15:55

Ich habe einen sehr starken Drall auf den Federn. Das macht nicht so viel aus wie Gewicht, kostet aber dennoch etwas Energie.
Weiter als auf 30m damit zu schießen ist für mich sinnlos, dazu nehme ich ganz andere Federn.
Welcher Spine nun der passende ist, hängt wohl sehr vom persönlichen Equipment ab.
Selbst wenn die Resonanzfrequenz der Uhyre etwas anders sein sollte als die der ACE...hat es bei mir exakt gepaßt mit einem kleinen Schritt nach unten.
Die Pfeile schlagen nirgends an, das habe ich genau überprüft und die Standhöhe ist auch gleich geblieben.
Bei jemand anderem kann das aber durchaus anders aussehen, das ist wohl nur sehr schwer zu vergleichen.
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Goldenarrow » 17. Okt 2019, 18:25

Meine Federn haben auch viel Drall und Versatz. Damit komme ich auf 40m Nullpunkt. Dann wechsle ich den Anker, also Facewalking und komm damit auf 54m NP. Gerade bei den weiteren Schüssen ab 30m kann ich bei IFAA damit punkten. Was mir abgeht ist eher die Präzission bei WA genau mittig in den 11 oder 10 zu treffen. Und mit schnelleren Pfeilen erhoffe ich mir Toleranz beim Schätzen der Distanz.
LG Goldenarrow

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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Burki » 17. Okt 2019, 19:09

Also die Uhyre müssen schon aufgrund ihres geringeren Gewichtes etwas schneller sein als spine-längen- und spitzengleiche ACEs.
Das kann man auch ohne nachmessen bemerken.
Mit meinem derzeitigen Federdrall kann ich natürlich auch auf 70m schießen, zum Sommer wird umbefiedert.
Der größere Bahnbogen macht aber kleinste Abweichungen in der Elevation schon schon deutlich im Ziel.

Schnellere Pfeile sind aber nicht alles, worauf es ankommt.
Die Uhyre sind schon ziemlich gut. Preiswerter als die ACEs, und sie halten so einige Treffer ineinander auf kleinstem Raum aus.
Möglicherweise sind sie nicht ganz so gleichmäßig entlang ihrer gesamten Länge (Spine, Wandstärke usw.), aber das ist Spekulation.
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von mbf » 18. Okt 2019, 08:35

Man soll auch bedenken, das leichte Pfeile schnell Geschwindigkeit verlieren. Der leichte Pfeil ist erstmal nur am Anfang schnell. Was gesucht ist, ist ein Pfeil, der auf die langen Distanzen eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit aufweist. Das ist dann aber nicht mehr so trivial rauszufinden.
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von Kitty » 18. Okt 2019, 10:22

Man sollte bei dem ganzen berücksichtigen, dass man auch mal Pfeile nachkaufen möchte. Das sollte in ein paar Tagen möglich sein.
Die Firma Aurel hat sich bei vielen ins Aus geschossen, da es immer wieder zu Engpässen gekommen ist. Leute brauchten Pfeile, kamen aber nicht dran. Händler haben sie genervt aus dem Programm genommen.
Beim ACE und anderen Standard-Pfeilen von Easton wird das kaum passieren. Die kann jeder Händler schnell ordern.
Mal abgesehen davon: Beim abitionierten Schießen mit dem olympischen Recurve (Blank habe ich kein Ahnung, beobachte ich nicht) werden fast ausschließlich 2 Pfeile geschossen: X10 und ACE. Offenbar scheinen die sich seit Jahren/Jahrzehnten zu halten. Aurel-Pfeile sehe ich fast nur im Bereich der Einsteiger. Die haben oft die Makro. Das war es aber schon.
MK Alpha RH~Uukha VX1000 34,5# bei 29,6"~BYC8125G 16 Strang~Easton X10 Stabis~TEChro VBar~Shibuya Ultima Rest~Button & Klicker v. Beiter~SL QuestX~X7 1914 mit 4" Gaspro RH & ACE 670 mit 1 3/4" Spinewings RH

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ullr
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von ullr » 18. Okt 2019, 11:14

Kitty hat geschrieben:
18. Okt 2019, 10:22
....
Beim abitionierten Schießen mit dem olympischen Recurve (Blank habe ich kein Ahnung, beobachte ich nicht) werden fast ausschließlich 2 Pfeile geschossen: X10 und ACE. Offenbar scheinen die sich seit Jahren/Jahrzehnten zu halten. Aurel-Pfeile sehe ich fast nur im Bereich der Einsteiger. Die haben oft die Makro. Das war es aber schon.
Wobei der X10 keine wirklichen Vorteile hat.
Du weißt ja, was ullr von "Wer trifft hat Recht hat" hält. :lol:
Werden bei ACE und ACG die langen Inserts verwendet (Bei ACC nur bei den großen Spinewerten - wenn ich es richtig in Erinnerung habe) sind die Pfeile gleichwertig. ACE hat einen geringen Massevorteil, nur der wirkt sich auf die gesamte FLugbahn gesehen nicht besonders aus. Geschmackssache... ;)
Von preiswerten Reincarbonschäften halte ich nicht viel. Die rechne ich auch nicht, da ist mir der Aufwand zu hoch. Bei reinen Carbonschäften dürfte die Gleichmäßigkeit des Spines innerhalb des Pfeilsatzes ein Problem sein, das sich nur durch Ausschießen, dh. systematische Treffbildauswertung, beheben läßt.
Gruß, schönes Wochenende und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
One of the greatest tragedies in life
is the murder of a beautiful theory
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ullr
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Re: Schneller Pfeil gesucht: Uhyre welcher Spine?

Beitrag von ullr » 18. Okt 2019, 11:25

mbf hat geschrieben:
18. Okt 2019, 08:35
Man soll auch bedenken, das leichte Pfeile schnell Geschwindigkeit verlieren. Der leichte Pfeil ist erstmal nur am Anfang schnell. Was gesucht ist, ist ein Pfeil, der auf die langen Distanzen eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit aufweist. Das ist dann aber nicht mehr so trivial rauszufinden.
Ja. Vor rund dreißig Jahren habe ich mit meinem Sohn (Damals und heute ein Elektronik/EDV Freak), die durchschnittlichen Flugzeiten auf 70/90m gemessen: Startgeräusch "Klick", Stoppgeräusch "Plopp" auf Scheibe. War spaßig... :lol: Vor allen Dingen, als Gewitterluft dafür sorgte, dass die Signalübertragung per Draht durch elektrische Felder gestört wurde. Hat 'ne Weile gedauert, bis er das im Griff hatte. Ging aber. Ne, trivial war es nicht, ist es nicht. Diese Messungen brauchte ich aber um meine Rechenprogramme zu überprüfen.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
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