Nocken Unterschiede

Fragen, Themen die sich mit dem Pfeil und dem Pfeilflug an sich befassen
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6pack
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Nocken Unterschiede

Beitrag von 6pack » 1. Sep 2019, 12:01

Die Nocke ist ja so ziemlich das günstigste Ausrüstungsteil, auch wenn die Preise vom billigsten zu teuersten schnell mal das 5fache betragen können.
Nachdem der Pfeil nach dem Lösen, also während dem größten Teil der Beschleunigung, den letzten Kontakt zur Sehne an der Nocke hat, stellt sich mir die Frage welchen Einfluss die Qualität derselben auf den Pfeilflug hat.
Auch Erfahrungen mit Sonderformen wie den asymmetrischen Nocken würden mich interessieren.
Hat schon mal wer versucht verschiedene Nocken in einem Satz Pfeile zu schießen um Unterschiede festzustellen?
Ich formuliere meine Antworten so das sich die Tasten der Tastatur gleichmäßig abnutzen.
Scharf geschossen wird mit Spigarelli Revolution Barebow / WNS Premium Alpha Fiber/Foam 70" 30# und Oak Ridge Dymond 35# für's traditionelle zwischendurch ;)

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ullr
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von ullr » 1. Sep 2019, 12:38

6pack hat geschrieben:
1. Sep 2019, 12:01
Die Nocke ist ja so ziemlich das günstigste Ausrüstungsteil, auch wenn die Preise vom billigsten zu teuersten schnell mal das 5fache betragen können.
Nachdem der Pfeil nach dem Lösen, also während dem größten Teil der Beschleunigung, den letzten Kontakt zur Sehne an der Nocke hat, stellt sich mir die Frage welchen Einfluss die Qualität derselben auf den Pfeilflug hat.
Auch Erfahrungen mit Sonderformen wie den asymmetrischen Nocken würden mich interessieren.
Hat schon mal wer versucht verschiedene Nocken in einem Satz Pfeile zu schießen um Unterschiede festzustellen?
Ich habe schon mal vor längerer Zeit Tastversuche gemacht, indem ich versucht habe, die Kraft, mit der der Nock von der Sehne gezogen wird, zu untersuchen. Die gemessenen Unterschiede und die rechnerische Untersuchung dieser Unterschiede auf die Geschwindigkeit lohnten aber eine weitergehende Arbeit nicht.
Die sog."exzentrischen" Beiternocks sind auch Quark. Aber das sieht man eigentlich schon, wenn man sich den Haken der Finger ansieht.
Nichtsdestotrotz würde es mich wirklich interessieren, wenn ein guter Schütze Treffbilder mit Pfeilsätzen geschossen hat, deren Unterschied nur und nur in der Nockart lag.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
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6pack
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von 6pack » 1. Sep 2019, 18:25

Mal sehen ob da noch Erfahrungswerte und etwaige Tests kommen, ich kann es derzeit selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht, und ob ich jetzt der ideale Schütze für so einen Test wäre weis ich auch nicht.
Ich formuliere meine Antworten so das sich die Tasten der Tastatur gleichmäßig abnutzen.
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Kitty
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von Kitty » 1. Sep 2019, 21:25

Erfahrungsberichte würden mich auch interessieren. Ich habe über Jahre Nocken von Easton geschossen und schieße seit ein paar Wochen auf den ACE Nocken von Beiter. Beiter hat mehr Farben zu Auswahl und ich kann die Nocken besser in der Scheibe sehen. 8-) Gruppierungsunterschiede habe ich bisher nicht bemerkt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Wir haben auch - nicht nur wegen der Nocke - ein paar kleine Anpassungen am Bogen vorgenommen. Dadurch nur noch bedingt vergleichbar.
MK Alpha RH~Uukha VX1000 34,5# bei 29,6"~BYC8125G 16 Strang~Easton X10 Stabis~TEChro VBar~Shibuya Ultima Rest~Button & Klicker v. Beiter~SL QuestX~X7 1914 mit 4" Gaspro RH & ACE 670 mit 1 3/4" Spinewings RH

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bkr_hro
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von bkr_hro » 2. Sep 2019, 13:21

verschieden benockte Pfeile "gleichzeitig" schießen... G-Nock und Beiter sind zB etwas unterschiedlich lang .


Diese asymm. Beiternocks mal um 180° verdreht reinstecken und dann schießen... tut mir leid, die Pfeile stecken dann vorne in 2 unterschiedlichen Höhen.

Ich hab das nicht gefilmt und groß Protokolle geschrieben, sondern einfach nur gemacht und festgestellt und mir gemerkt.
Wenn ich mich recht erinnere: falschrum ergibt höhere Trefferlage

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oko_wolf
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von oko_wolf » 2. Sep 2019, 14:45

bkr_hro hat geschrieben:
2. Sep 2019, 13:21
Diese asymm. Beiternocks mal um 180° verdreht reinstecken und dann schießen... tut mir leid, die Pfeile stecken dann vorne in 2 unterschiedlichen Höhen.
Stimmt
__________
Viele Grüße
Wolf Dieter

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heisem
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von heisem » 2. Sep 2019, 19:49

Vor einigen Jahren habe ich den Unterschied zwischen Beiter Pinnocks und Easton G-Nocks auszuschießen versucht. Zunächst war auffällig, dass Beiter in Größe 1 und G-Nocks 0.88 ziemlich genau dieselbe Mittenwicklungsdicke benötigen. Bei den Beiter ist wichtig, dass sie nicht zu locker sitzen, sondern gerade so, dass sie nicht auf der Sehne klemmen. Ich wundere mich, dass die Nocken trotz der hohen Lösekraft so gut funktionieren.
Auch die Abstände von oberem und unterem Nockpunkt sind sehr ähnlich, wobei man bei Klemmnocken wie den Easton auf den unteren verzichten kann. Ich wickele ihn bei Easton dennoch, als Kontrolle, dass der obere nicht wandert.
Bei der Nockpunkthöhe unterschieden sich die Nocken aber leicht Beim Rohschafttest kamen bei mir mit den Beiter immer leicht höhere Nockpunkthöhen heraus, so etwa zwischen 0,5 und 1,5 mm. Das würde die oben genannte Erfahrung mit dem Drehen stützen. Bei gut abgestimmten Pfeilen konnte ich schießtechnisch keine Unterschiede feststellen.
Bei ACC fehlt noch der Hinweis, dass Beiternocks nicht in die Nock-Inserts der ACC passen und G-Nocks verwendet werden müssen.
Was für mich ganz wichtig war und ist, ist die Neigung der Nocken, Hintertreffer abzuwehren oder anzuziehen. Beiter Insert- und In-Out-Nocken sind hohl und zentrieren eintreffende Pfeile wunderbar, während G-Nocks die Treffer schon ganz gut abwehren, da sie aus vollem Material sind. Besser sind da natürlich die Pinnocks, die die Schäfte gut schützen.
So verwende ich Beiter Pinnocks zzt. auf meinen ACG, während ich G-Nocks auf den ACC für die Halle und die Avalon TecOne für 3D nutze.
Grüße
Heiko
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ullr
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von ullr » 2. Sep 2019, 20:25

Danke für die Posts über Beiter Nocks an alle. Das war sehr informativ.
Gruß an alle und klar doch,
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von 6pack » 2. Sep 2019, 21:16

Da steht schon viel Info in diesem Thread, danke für die guten Antworten.
Hat eigentlich jemand eine Ahnung was die asymmetrischen Beiter Nocken für einen Vorteil bringen SOLLEN? Selbst auf der Beiter Homepage steht nur das sie patentiert sind, ich kann ich nichts lesen was mir einen Grund gäbe sie zu kaufen. Ich lass mich aber gern aufklären.
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Re: Nocken Unterschiede

Beitrag von heisem » 2. Sep 2019, 22:28

Auf einem der Datenblätter von Beiter ist eine Skizze. Die Asymmetrie beruht auf dem mediterranen Griff. Da der Mittelfinger stärker zieht, läuft die Sehne schräg durch die Nocke. Die Form ist so gemacht, dass die Nocke nicht klemmt. Dazu ist zu beachten, dass die asymmetrische Beiternocke eigentlich für die Verwendung mit dem Beiter Nockpunkt verwendet werden soll.
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