Bergauf/Bergab Schüsse

Hier könnt ihr Fragen loswerden welche ihr keiner spezifischen Kathegorie zuordnen könnt
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zamorra
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Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von zamorra » 26. Jun 2019, 09:58

Hallo,

wahrscheinlich ein Thema das schon oft gefragt wurde, aber ich habe noch nicht die Antwort die ich gerne hätte gefunden :)

Immer drunter halten, ist ja nicht wirklich korrekt.
Bei geringen Winkel soll man sogar etwas dazu geben
Bei größeren Winkel etwas abziehen
(da hab ich mal irgend wo gefunden 1,25%/5° bergauf und 2,5%/5° bergab)

Wenn ich bei leichen WInkel dazugeben soll und bei größeren Winkel abziehen soll, muss theoretisch ja auch irgend wo auch wieder
NULL dazu/weg sein

Gibt es sowas wie eine Tabele die derartiges in Grade aufschlüsselt?

meine Konfiguration: (auch wenn für diese Frage wahrscheinlich egal)
Barebow Recurve 28" #35
Auszug 27,5" ca. 33 pfund auf den Fingern
Pfeile Predator II 1000 (258 grain total)
teilweise auch mal Avalon Tyro 1100 (237 grain total)
Stringwalking

lg. Zamorra

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ullr
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von ullr » 26. Jun 2019, 12:00

zamorra hat geschrieben:
26. Jun 2019, 09:58
Hallo,

wahrscheinlich ein Thema das schon oft gefragt wurde, aber ich habe noch nicht die Antwort die ich gerne hätte gefunden :)

Immer drunter halten, ist ja nicht wirklich korrekt.
Bei geringen Winkel soll man sogar etwas dazu geben
Bei größeren Winkel etwas abziehen
(da hab ich mal irgend wo gefunden 1,25%/5° bergauf und 2,5%/5° bergab)

....

lg. Zamorra
Nein, da gibt es keine Tabelle. Rauf und runter, noch verschärft durch "unbekannte Entfernungen" ist das schwierigste Bogenschießen überhaupt.
Und egal, ob rauf oder runter, halt "drunter".
Das ist schon richtig.
Die Flugbahn wird einfach "rasanter" also flacher. Das giltet aber nicht unbedingt bei sehr kurzen Entfernungen, bei denen die Parallaxe, also der Abstand der Visierlinie zur Anfangsrichtung des Pfeiles, eine Rolle spielt. Lesefutter auf meiner Website.
Grüße und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
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mbf
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von mbf » 26. Jun 2019, 15:46

Mag schwierig sein, macht aber Laune. :mrgreen:

Es gibt keine universelle Tabelle, schau aber mal hier rein:
http://www.bs-pfaffenwinkel.de/download ... reindl.pdf (Verlinkung geht gerade nicht, Chef arbeitet dran)

Oder hier: https://bogenfax.de/fridel_krapf.htm auf Seite 85 (pdf-Nummerierung). Da ist eine Grafik abgebildet, die mal "in grauer Vorzeit" aufgestellt wurde und das Ganze auch darstellt.

Die irgendwas Prozent sind ein Anhaltspunkt, ebenso der Ansatz, die horizontale Entfernung zum Ziel einzustellen. Es gibt auch Programme, die einem Winkeltabellen ausspucken (OK, eher für Visier, aber man kann daraus als Blanker was ableiten). Nur - letztendlich sollte man es für sich und sein Equipment ausschießen, gerade was die Bereiche "Lange Scheibe, leicht bergauf" oder "kurz und steil" angeht. Wie heißt es so schön: Versuch macht kluch. Möglichst viel schießen und jeden Schuss analysieren.
Zuletzt geändert von rstoll am 28. Jun 2019, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.
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heisem
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von heisem » 26. Jun 2019, 19:10

Ich schließe mich euch an. Selbst wenn man ein mathematisches Modell für seinen Bogen hätte, spielen trotzdem noch Eigenschaften des Schützen im Gelände eine Rolle. Änderungen im Stand, im Druckpunkt, bei der Kopfstellung, bei der Zugbewegung und vielleicht noch bei weiterem können entsprechende Abweichungen von einem Modell bewirken.
Hinzu kommt, dass die Abweichungen nicht linear von der Entfernung abhängen.
Ich selbst habe alles, was ich von mir und meinem Bogen weiß, bei Accurate Sights eingegeben. Die Werte so weit optimiert, dass auch 2, 3, 4, 5 usw. Meter passen. Dann kann ich die rechnerischen Abzugswerte bei 10, 20, 30 und 40° bergauf, bergab und verschieden Entfernungen daraus ablesen bzw. errechnen. Der Zuschlagswert bei leichten Bergaufschüssen fällt da aber schon durch das Raster. Das alles habe ich mit meinen Erfahrungswerten verglichen. Aus diesem Konglomerat habe ich einen grobschlächtigen Extrakt für weite Entfernungen gezogen, den ich auswendig lernen kann und in den nächsten Turnieren umzusetzen und damit zu testen versuche. Dummerweise ist die DM in Mittenwald so ziemlich der erste Termin, um das anzuwenden...
Target: Hoyt Prodigy - Border HEX6.5-H - Sure-loc Contender-X - Easton Navigator/ACG 710 - AAE EP-16 Vanes - Fuse VFR / 3D: Hoyt GMX - Border HEX6-W - Sureloc Quest-X - Avalon TecOne 800 - Bohning X-Vanes - Doinker Stabies / Titan Scopes

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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von mbf » 26. Jun 2019, 21:16

heisem hat geschrieben:
26. Jun 2019, 19:10
Ich schließe mich euch an. Selbst wenn man ein mathematisches Modell für seinen Bogen hätte, spielen trotzdem noch Eigenschaften des Schützen im Gelände eine Rolle. Änderungen im Stand, im Druckpunkt, bei der Kopfstellung, bei der Zugbewegung und vielleicht noch bei weiterem können entsprechende Abweichungen von einem Modell bewirken.
Das ist ein ganz spannender Aspekt. Der Bogen hat ja eine wie auch immer verteilte Masse, die sich bei Bergauf- und -abschüssen in einer anderen Position zum Schützen befindet als in der Ebene. Gerade die Position Schwerpunkt - Bogenhand ändert sich, so dass der Bogen anders in der Bogenhand zum Liegen kommt. Jaja, man sollte immer das "T", den gleichen Druck in der Bogenhand haben und so weiter. Aber je nach Balance (neutral bis stark frontlastig) fühlt sich ein Bogen dann anders an. Und das kann eben auch Auswirkungen haben. Je steiler die Scheibe, umso stärker.

Ich halte bergauf bis 10°auch meist direkt rein, bei ganz langen Scheiben gebe ich einen Beruhigungsmeter drauf, das wars aber auch schon.

Mittenwald, schaun mer mal. Qualizahlen sind ja gerne Wundertüten...
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von ullr » 26. Jun 2019, 21:29

mbf hat geschrieben:
26. Jun 2019, 21:16
heisem hat geschrieben:
26. Jun 2019, 19:10
Ich schließe mich euch an....
...
Mittenwald, schaun mer mal. Qualizahlen sind ja gerne Wundertüten...
@ heisem, @mbf
Gut Schuss!
wünscht euch
Christian
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von heisem » 26. Jun 2019, 22:43

Danke, Christian.

Eins fällt mir noch ein. Der Themengeber schießt ja blank. Letztes Jahr auf der WM in Cortina hat niemand Geringeres als John Demmer III im Mannschaftsfinale gegen unsere Jungs auf eine steil stehende 80er Auflage auf bekannte Entfernung von 50 m im Hang der Sprungschanze ein M geschossen. Es gibt Situationen, da helfen weder ein Modell noch viel Erfahrung. - Der Schuss war so steil und weit, dass man selbst mit Visier froh sein muss, in so einem Fall überhaupt die Auflage zu treffen.

Gruß Heiko
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von mbf » 27. Jun 2019, 07:13

Bei dieser Scheibe haben viele Schützen massive Probleme gehabt. Auch die mit Visier und auch die mit Rollen am Bogen. Die Finalvideos sollte man sich unbedingt anschauen.
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zamorra
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von zamorra » 27. Jun 2019, 08:13

Ok, erst mal Danke für die Beiträge.

Ich fürchtete beim schreiben schon, das das uu. viel schlimmer wird mit den Meinungen, in Bezug auf Blödsinn, braucht keiner, immer nur drunter :)

Natürlich hab ich soweit das auf unserem Parcour möglich ist die unterschiedlichen Neigungen/Steigungen versucht auszuschießen mit Reproduzierbarkeit über etliche Parcourgänge

Aber nachdem ich halt auch gerne solche Sachen Nachrechnen bzw. besser gesagt belegen möchte, hat es mich einfach interessiert.
Und ob ich allein mit meiner Neugier dastehe :)

Dass der Wert bei jedem Bogen etwas anders sein wird, ergibt sich meiner Meinung nach eigentlich nur aus der Pfeilgeschwindigkeit, wenn man jetzt mal den Schützen außer acht lässt :)

lg. Zamorra

zamorra
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Re: Bergauf/Bergab Schüsse

Beitrag von zamorra » 27. Jun 2019, 08:28

mbf hat geschrieben:
26. Jun 2019, 15:46
Es gibt keine universelle Tabelle, schau aber mal hier rein:
http://www.bs-pfaffenwinkel.de/download/bergauf-bergab-reindl.pdf (Verlinkung geht gerade nicht, Chef arbeitet dran)
die hab ich im Netz bereits gefunden, nach der habe ich auch versucht die über/unter Korrektur für meine Entfernungen nachzurechnen/zeichnen
mbf hat geschrieben:
26. Jun 2019, 15:46
Oder hier: https://bogenfax.de/fridel_krapf.htm auf Seite 85 (pdf-Nummerierung). Da ist eine Grafik abgebildet, die mal "in grauer Vorzeit" aufgestellt wurde und das Ganze auch darstellt.
Auch sehr interessant, aber auch wenn aus "grauer Vorzeit" lehnt sich die Tabelle sehr nahe an die obige an.
Nur die Maximale Überhöhung ist bei dem einen bei 5° und der andere 10°

Ich weis auch, dass ich hier wahrscheinlich von Peanuts spreche im Normalfall, denn in meinem Fall spreche ich bei 1m Fehleinschätzung von ca. 3-4cm Abweichung im Ziel

Steigungen/Gefälle größer 25° haben wir auf unserem Parcour leider nicht, da würde es für den Fall erst richtig interessant und würde richtige Auswirkungen zeigen :)

Danke, Zamorra

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