Anfänger sucht Recurvebogen

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Coolblue
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Re: Anfänger sucht Recurvebogen

Beitrag von Coolblue »

ullr hat geschrieben: 16. Aug 2022, 12:42 Fazit: Der DSB bildet jene Leute, die im Verein Anfängern das Schießen beibringen sollen, extrem schlecht aus.
Ich denke, das kann man nicht so locker verallgemeinert. Ich könnte da jetzt auch nur meine persönliche Erfahrung beisteuern, aber das ist eben auch nur ein Eindruck. Es gibt bestimmt viele Vereine mit gut ausgebildeten und engagierten Trainern, aber wahrscheinlich wenigstens genauso viele mit weniger gut ausgebildeten und weniger engagierten Trainern. Ist halt auch Glückssache wo du hingerätst und oft genug hast du auch nicht endlos viele Alternativen. Das dauert mal wenigstens 1 Jahr, bevor ein Anfänger das beurteilen kann. Und in diesem Jahr ist ein Anfänger in einem Verein (auch in einem mittelmäßigen) immer noch besser aufgehoben, als auf der grünen Wiese.
Italienisches Mittelteil, französische Wurfarme, spanische Sehne, deutscher Schütze. ;)
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Kitty
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Re: Anfänger sucht Recurvebogen

Beitrag von Kitty »

Je höher der Leistungsstand des Bogenschützen, desto schwieriger ist es, überhaupt einen Trainer zu finden, der ihm wirklich weiterbringt. Einem Anfänger, der gar keine Erfahrung mit dem Bogenschießen hat, kann auch ein erfahrener Schütze die Grundlagen beibringen. Soll jedoch ein Bogenschütze trainiert werden, der leistungsmäßig in der Lage ist, sich beim DSB zur Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren, so setzt dies einiges an Erfahrung und Wissen voraus. Da fallen viele Trainer weg, sage ich nach mehr als 10 Jahren Bogenschießen. Derjenige, der solchen Schützen was bei bringen kann, muss ja auch noch nicht mal ein Trainerschein haben.

Ich stimme hier Coolblue absolut zu. Wenn Anfänger in einem Verein gehen, in denen nicht ambitioniert geschossen wird und vielleicht auch kein Trainer vorhanden ist, ist das mit Sicherheit besser als wenn solche Leute sich selbst überlassen werden. Dass ein Bogen nicht zu stark sein sollte, die Pfeile vernünftig lang sind und grundlegende Sicherheitsregeln des Bogensports können auch da vermittelt werden. Wenn man irgendwann mehr möchte, muss man sich ggf. nach einem passenderen Verein umsehen.

Noch schlimmer als Anfänger auf der grünen Wiese flitschen zu lassen, ist wenn solche Leute ohne Kenntnisse in irgendwelchen Parcours hantieren. Im Wald laufen ja mitunter auch Dritten herum.
Bogenschützin mit Leib und Seele, seit nun mehr als 10 Jahren
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Abow
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Re: Anfänger sucht Recurvebogen

Beitrag von Abow »

rstoll hat geschrieben: 14. Aug 2022, 11:19 … eigentlich keine Empfehlung. Die Einsteigerbögen schenken sich da nichts.
ullr hat geschrieben: 16. Aug 2022, 12:42 Eine relativ lange Zeit war ich als Ausbilder von Anfängern/Innen in einem Verein.
Also mal anders gefragt: Welche Anfängerbögen verwenden die Vereine vorzugsweise?
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Kitty
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Re: Anfänger sucht Recurvebogen

Beitrag von Kitty »

Ich habe dieses Mittelteil von Core häufiger gesehen. Es ist preiswert und schon aus Metall. Dazu dann die passenden Wurfarme in geringer Stärke (16-20#).
Für Kinder sind in der Regel kleine Bogen mit Holzmittelteilen mit ca. 10-14# im Einsatz.

Von Sets halte ich wenig. Oben hat Bowbro auch so ein Ding von 4komma5 verlinkt. Armschutz würde ich für Anfänger in lang wählen, Pfeile würde ich aus Alu bevorzugen und das Tab kann zu groß oder klein sein.
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ullr
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Re: Anfänger sucht Recurvebogen

Beitrag von ullr »

Abow hat geschrieben: 17. Aug 2022, 08:20
rstoll hat geschrieben: 14. Aug 2022, 11:19 … eigentlich keine Empfehlung. Die Einsteigerbögen schenken sich da nichts.
ullr hat geschrieben: 16. Aug 2022, 12:42 Eine relativ lange Zeit war ich als Ausbilder von Anfängern/Innen in einem Verein.
Also mal anders gefragt: Welche Anfängerbögen verwenden die Vereine vorzugsweise?
Der Verein muss für die Ausbildung genügend schwache Recurvebogen rechtslinks, genügend Pfeilsätze kurz-mittel-lang, Tabs rechtslinks haben. Welche Marke ist hupe...
Die Frage muss aber anders lauten:
"Welche Mietbogenempfehlung gibt der Ausbilder im Verein am Ende der Ausbildung seinem Schüler/Schülerin?"
Das wird schriftlich in einem Formular festgelegt:
Die wichtigen Größen des ersten Mietbogens:
LinksRechtshand, Bogenlänge, Endhaltekraft auf die sorgfältig untersuchte und festgelegte Auszugslänge nach der Ausbildung, der Händler sucht für diesen Bogen die passenden Easton AL Pfeile aus.
So sieht das Formular aus (Beispiel!), das der Anfänger dem Händler zur Bestellung eines Mietbogens schickt:
Bogen/Pfeile
Take Down, Metallmittelteil mit Anbau Klickerverlängerung
Rechtshand
Bogenlänge: 66“ Nicht länger!!!
Auszug, gemessen von Mitte Button: 730 mm
Endhaltekraft, auf obigen Auszug bezogen: 30-32 lbs
Monostabilisator
Pfeile: Spine ist vom Händler zu bestimmen: Easton-Aluminium, Easton G-Nocks, NIBB Spitzen, Federn beliebig.
Pfeillänge, gemessen Nockgrund bis Spitze: 750 mm
Klicker: Beiter und sonst nichts.
Fingerschutz : Ankertab, groß, empfohlen: AAE XL
Armschutz (lang)
Brustschutz mittel
Köcher
Pfeilziehgerät (Power-Disc-Pfeilzieher)
Spannschnur
Bogenständer: zB Cartel
Die Lieferung wird vom Ausbilder/Ausbilderin nach Erhalt überprüft. Stimmt sie nicht mit der Beschreibung überein, wird sie zurückgeschickt. (Ist mir innerhalb von 10 Jahren nur einmal passiert)
So sieht die Spezifikation der MIETBOGENAUSRÜSTUNG aus.
Der Mietbogen wird vom Ausbilder das erste Mal nach Erhalt überprüft und aufgebaut.
Welche Marke der Mietbogen hat ist egal, genauso egal wie die Farbe.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
One of the greatest tragedies in life
is the murder of a beautiful theory
by a gang of brutal facts.
- Benjamin Franklin –
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