Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

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ullr
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Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

Beitrag von ullr » 22. Dez 2019, 12:36

Hallo, hier eine Rezension des o.a. Magazins.
Um Kritik, Anmerkungen, Ergänzungen, Berichtigungen wird gebeten.
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
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PulsedQD
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Re: Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

Beitrag von PulsedQD » 22. Dez 2019, 13:55

Von dem Artikel zur "String Tension Technology" war ich ähnlich enttäuscht; in der Redaktion fehlt definitiv jemand mit technischem Background.
Tatsächlich bereiten die Daten aber den Anschein, dass die erste Ableitung der Auszugskurve Unterschiede zeigen könnte, die dem Werbeversprechen von Hoyt zumindest nicht widersprechen - aber einen wirklich spürbaren Unterschied wird man kaum finden. Dennoch hätte die Analyse fundierter und ausführlicher durchgeführt werden müssen.

Zum starken Schmunzeln gebracht hat mich auch der Bericht zum CX7 Mittelteil: "Und dann ist da noch der Klang. Mein GMX hatte so einen schönen Klang bei jedem Schuss, so rein und tief."

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mbf
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Re: Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

Beitrag von mbf » 22. Dez 2019, 16:24

Ja, bei dem Artikel habe ich auch die letzte Konsequenz vermisst. Aber das Fazit kommt für mich ganz gut raus: ein zweites Paar aufwändig gestalteter Tillerschrauben mit geringem Einfluss. Wenn sich wirklich was deutlich ändern würde, müsste man das anhand der vorliegenden Graphen sehen. Wenn man da nix sieht, bringts auch nix.

Und noch eine Anmerkung zum BSM, um beim Thema zu bleiben: in der vorigen Ausgabe wurde angekündigt, einen Bericht zur DM Feld nachzuliefern. Das wurde vergeigt. Ums mal höflich zu formulieren.
Grüße, Matthias

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ullr
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Re: Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

Beitrag von ullr » 22. Dez 2019, 16:55

PulsedQD hat geschrieben:
22. Dez 2019, 13:55
Von dem Artikel zur "String Tension Technology" war ich ähnlich enttäuscht; in der Redaktion fehlt definitiv jemand mit technischem Background.
Tatsächlich bereiten die Daten aber den Anschein, dass die erste Ableitung der Auszugskurve Unterschiede zeigen könnte, die dem Werbeversprechen von Hoyt zumindest nicht widersprechen - aber einen wirklich spürbaren Unterschied wird man kaum finden. Dennoch hätte die Analyse fundierter und ausführlicher durchgeführt werden müssen.
Richtig.
Ja, Du hast Recht. Er hätte ja von der Gesamtauszugskurve die erste Ableitung bilden können und diese dann vergleichen. Das ist heute mit Excel kein Problem.
Aber ich bin da ziemlich anspruchslos geworden, immerhin hat der Autor nicht mit BlaBla versucht, das Ganze schönzureden.
Ich habe es spaßeshalber mal durchgerechnet.
Ausgangspunkt war ein Bogen mit einer Endhaltekraft von 40lbs [179N]. Bei diesem war die Federsteife im Endauszug 3,95N/cm.
Die Endhaltekraft wurde um 1lbs auf 41lbs erhöht. Die Federsteife bei gleichem Endauszug war dann 4,05N/cm, also eine Differenz von 0,1N/cm.
Im zweiten Fall (Border Wurfarme) genau das gleiche Verfahren. Die Endhaltekraft wurde von 36,37 auf 37,36lbs erhöht, die Federsteife im Endauszug änderte sich von 1,67N/cm auf 1,72N/cm....
0,1N entsprechen einer Gewichtskraft von 10 (in Worten "Zehn") Gramm.
Und das soll der/die Schütze/In spüren?
Ich lach mich tot. Was mich wundert ist (nein, auch nicht mehr wirklich... ;) ), dass niemand bei den Magazinen, niemand von den Startrainern, niemand bei den Verbänden bereit ist, auf diesen Unsinn aufmerksam zu machen. Das sind ja keine besonders schwierigen Fragen. Jeder Maschinenbaustudent im ersten Semester kann das rechnen...
Zum starken Schmunzeln gebracht hat mich auch der Bericht zum CX7 Mittelteil: "Und dann ist da noch der Klang. Mein GMX hatte so einen schönen Klang bei jedem Schuss, so rein und tief."
Lach... Genau. Der Ton macht den Treffer in's Gold. :D
Gruß und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian

Erläuterung zur "Federsteife"
Die Federsteife ist die Federkonstante des Bogens. Die Haltekraft steigt mit jeden Millimeter des Auszuges an. Das passiert aber nicht gleichmäßig, sondern je nach Qualität des Wurfarmes unterschiedlich. Am Anfang ist sie sehr hoch, im Endzug sollte sie niedrig sein. Dh. Ein Wert von 4N/cm (die Haltekraft steigt pro Zentimeter Weg um 4N) gehört zu einem klassisch konservativen Wurfarm, der Wert 1,7N/cm zu einem High-Tech Wurfarm.
Das ist der physikalische Unterschied zwischen "Zieht der sich aber hart " und "WOW!!! der zieht sich wie das heiße Messer durch Butter!" :D
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ullr
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Re: Letztes Bogensportmagazin Nr. 6 Dez 2019/Jan 2020

Beitrag von ullr » 22. Dez 2019, 21:05

PulsedQD hat geschrieben:
22. Dez 2019, 13:55
....
Zum starken Schmunzeln gebracht hat mich auch der Bericht zum CX7 Mittelteil: "Und dann ist da noch der Klang. Mein GMX hatte so einen schönen Klang bei jedem Schuss, so rein und tief."
Hallo PulsedQD, Danke für den Hinweis. Diesen Artikel hatte ich nicht gelesen, aber er ist es wert, etwas sorgfältiger behandelt zu werden. :twisted:
Ich werde meine Rezension um einen Abschnitt vergrößern.
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